Feministische Führungs­kultur

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Jetzt neu: Kurzfassung des Vierten Gleichstellungsberichts der Bundesregierung

Klimawandel betrifft uns alle – aber nicht alle gleich

Der Vierte Gleichstellungsbericht der Bundesregierung befasst sich damit, wie die sozial-ökologische Transformation geschlechtergerecht gestaltet werden kann.

Die neue Kurzfassung des Vierten Gleichstellungsberichts gibt die wesentlichen Inhalte des Gutachtens der Sachverständigen in kompakter Form wieder. Sie führt in die Relevanz des Themas ein und gibt einen Einblick in gleichstellungsrelevante Aspekte der im Gutachten untersuchten Handlungsfelder und -empfehlungen.

Die Kurzfassung steht Ihnen zum Download auf der Webseite der Gleichstellungsberichte zur Verfügung. Außerdem finden Sie dort die Kontaktdaten, um eine gedruckte Version der Kurzfassung zu bestellen.

 

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Erfolgsfaktor Gleichstellung – Strukturwandel geschlechtergerecht gestalten

Bundesstiftung Gleichstellung veranstaltet Fachtag zu gleichstellungsorientiertem Strukturwandel

Der tiefgreifende Strukturwandel in zahlreichen Regionen Deutschlands betrifft weit mehr als nur die Wirtschaft. Er verändert Arbeitswelten, Lebensweisen, regionale Identitäten und das gesellschaftliche Miteinander grundlegend. Vor diesem Hintergrund stehen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft vor großen Herausforderungen. Fragen der Gleichstellung der Geschlechter geraten dabei häufig aus dem Blick. Wie sich ein geschlechtergerechter Strukturwandel gestalten lässt, diskutierten Vertreter*innen aus Wissenschaft, Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft beim Fachtag „In guter Gesellschaft?! Gleichstellungspolitische Chancen und Herausforderungen in Strukturwandelregionen“, den die Bundesstiftung Gleichstellung am 18. und 19. September 2025 in Berlin veranstaltet hat.

„Strukturwandel ist nicht nur eine Herausforderung. Strukturwandel ist gestaltbar. Und er ist eine Chance für mehr Gleichberechtigung“, so Kerstin Griese, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales. „Wenn wir den Strukturwandel gerecht gestalten wollen, dann müssen wir auch dafür sorgen, dass Männer mehr Sorgearbeit übernehmen und dass Frauen die gleichen Chancen auf Karriere und Qualifizierung haben – unabhängig vom Arbeitszeitmodell.“

Lisi Maier, Direktorin der Bundesstiftung Gleichstellung: „Eine geschlechterblinde Strukturpolitik, die beispielsweise nur auf die Schaffung neuer Industriearbeitsplätze schaut, wird nicht erfolgreich sein. Neben vielfältigen Herausforderungen bietet der Strukturwandel jetzt ein besonderes Möglichkeitsfenster, neue Visionen für das Leben der Menschen vor Ort zu entwickeln und den Strukturwandel gleichstellungsorientiert zu gestalten.“

Mehr zum Fachtag finden Sie in unserer Pressemitteilung vom 19. September 2025 und im ausführlichen Rückblick zur Veranstaltung. Dort können Sie sich auch eine Aufzeichnung der Begrüßung und Einführung sowie der Vorstellung der Expertise von Dr. Virginia Kimey Pflücke ansehen.

 

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Neuer Stiftungsrat der Bundesstiftung Gleichstellung gewählt

Nach Berufung durch Stiftungsratsvorsitzende Karin Prien werden Mitglieder ihre Arbeit aufnehmen

Der Deutsche Bundestag hat am 18. September 2025 die Mitglieder des Stiftungsrates der Bundesstiftung Gleichstellung für die 21. Legislaturperiode gewählt. Unter Vorsitz von Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, wird der neue Stiftungsrat die Arbeitsschwerpunkte und Vorhaben der Bundesstiftung Gleichstellung maßgeblich gestalten.

Lisi Maier und Dr. Arn Sauer, Direktorium der Bundesstiftung Gleichstellung: „Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit und einen konstruktiven Austausch mit dem neuen Stiftungsrat, um unser gemeinsames Ziel – die Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland – zu erreichen. Ob bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, der Unterstützung der praktischen Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten vor Ort, einem Aufwachsen ohne starre Rollenbilder für Kinder und Jugendliche oder an weiteren Stellen: Wir werden mit vereinten Kräften daran arbeiten, Gleichstellung in Deutschland voran zu bringen.“

In der 21. Legislaturperiode gehören dem Stiftungsrat neben der Vorsitzenden Karin Prien (CDU/CSU) folgende Personen an:

CDU/CSU
Wolfgang Dahler (Stellvertretung: Stephan Albani)
Ralph Edelhäußer (Stellvertretung: Ellen Demuth)
Oliver Pöpsel (Stellvertretung: Harald Orthey)
Astrid Timmermann-Fechter (Stellvertretung: Dr. Anja Weisgerber)

SPD
Jasmina Hostert (Stellvertretung: Felix Döring)
Josephine Ortleb (Stellvertretung: Carmen Wegge)

Bündnis 90/Die Grünen
Ulle Schauws (Stellvertretung: Filiz Polat)

Die Linke
Kathrin Gebel (Stellvertretung: Maik Brückner)

Mehr zur Wahl des Stiftungsrates der Bundesstiftung Gleichstellung für die 21. Legislaturperiode finden Sie in unserer Pressemitteilung vom 18. September 2025.

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Online-Wissens-Tool zu feministischer Führungskultur in Organisationen ab heute verfügbar

Arbeitswelten und Arbeitsorganisation sind nicht geschlechtsneutral. Gerade beim Thema „Führungs- und Organisationskultur“ braucht es daher konkretes Wissen über Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit. Die neue digitale Selbstlernreise der Bundesstiftung Gleichstellung vermittelt dieses Wissen – informativ, unterhaltsam und anwendungsorientiert. Entdecken Sie das Konzept der feministischen Führung ab sofort auf unserer Lernplattform.

Die Selbstlernreise umfasst fünf interaktive Lernstationen mit insgesamt 26 Einheiten, einem umfangreichen Workbook, Reflexionsfragen sowie Quizformaten und Praxisimpulsen: von den theoretischen Grundlagen über Strategien zur Organisationsentwicklung bis hin zu ihrem Beitrag für gesellschaftlichen Wandel. Das Wissens-Tool richtet sich an alle Fach- und Führungskräfte sowie Teams, die ihre Arbeits-, Führungs- und Organisationskultur strukturell gerechter und machtkritischer gestalten wollen.

Die Lernplattform ist Teil der langfristigen Arbeit der Bundesstiftung Gleichstellung, Geschlechtergerechtigkeit in Organisationen zu fördern und innovative Ansätze in der Gleichstellungsarbeit sichtbar zu machen.

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Gleichstellungs-Check: Neues Informationsangebot ab jetzt verfügbar

Mit einem Gleichstellungs-Check können Auswirkungen von Maßnahmen und Gesetzen auf die Gleichberechtigung der Geschlechter frühzeitig erkannt werden. Ein evidenzbasierter Check macht das Verwaltungshandeln daher zielgenauer und wirksamer. Auf der neuen Website zum Gleichstellungs-Check finden Sie ab sofort umfassende Hintergrundinformationen zu unserer Schulung und den Beratungsangeboten. Auch praxisnahe Beispiele sowie Studien und Datenquellen zu diesem wichtigen gleichstellungspolitischen Instrument sind dort übersichtlich für Sie zusammengestellt.

Zur Website Gleichstellungs-Check

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Nach Neuwahl: Bundeskabinett und Bundestag weiter männerdominiert

Parität bleibt auch nach der Bundestagswahl 2025 Zukunftsmusik. Im neuen Parlament ist der Frauenanteil von rund 35 auf 32,4 Prozent gesunken – und damit auf den niedrigsten Anteil seit dem Allzeithoch 2013 (37,1 Prozent). Dem 21. Deutschen Bundestag gehören von 630 Abgeordneten nun lediglich 204 Frauen an. Damit ist Deutschland im weltweiten Ranking nationaler Parlamente von Platz 45 auf 58 gerutscht und deutlich unter den EU-Durchschnitt gesunken. Das neue Bundeskabinett ist mit einem Verhältnis von acht Frauen zu zehn Männern ebenfalls weiterhin nicht paritätisch besetzt.

Das gilt nicht allein für die Bundespolitik. Ob im Deutschen Bundestag, in den Landesparlamenten oder in kommunalen Vertretungen: Der Frauenanteil liegt in Deutschland im Schnitt bei lediglich einem Drittel. Dass Frauen in gleichem Maße wie Männer an demokratischen Entscheidungsprozessen beteiligt sind, ist wichtig, damit ihre Perspektiven einfließen können. Viele Verbesserungen in der Lebenssituation von Frauen konnten erst erreicht werden, weil sich die wenigen weiblichen Abgeordneten im Deutschen Bundestag zusammenschlossen und für ihre Rechte eintraten. Beispiele dafür sind Reformen im Sexualstrafrecht, bei der Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen, bei der Selbstbestimmung in Sachen Finanzen und der Beteiligung auf dem Arbeitsmarkt.

Lisi Maier, Direktorin der Bundesstiftung Gleichstellung: „Eine gleichberechtigte politische Beteiligung von Frauen ist kein bloßes Nice-to-Have, sondern ein fundamentales demokratisches Gut. Es ist essenziell, dass alle Menschen einen Zugang zu politischen Ämtern haben, der frei von Diskriminierung ist, damit sie die Zukunft ihres Landes aktiv mitgestalten können. Besonders in Zeiten, in denen antifeministische und autoritäre Kräfte an Stärke gewinnen, ist es von großer Bedeutung, die Gleichstellungspolitik aktiv zu fördern.“

Dr. Arn Sauer, Direktor der Bundesstiftung Gleichstellung: „Nach einer Phase des vorsichtigen Aufwärtstrends erleben wir leider deutliche Rückschritte. Die Ursachen dafür sind vielfältig. So liegen sie in hartnäckigen, tradierten Rollenerwartungen an Frauen und Männer gleichermaßen wie an strukturellen Barrieren. Beispielsweise erschweren männlich geprägte Partei- und Parlamentskulturen Frauen nach wie vor den Zugang zu politischen Ämtern. Doch gibt es wirksame Maßnahmen, um die Beteiligung von Frauen in der Politik zu erhöhen, und es ist daher wichtiger denn je, diese konsequent umzusetzen.“

Weitere Informationen zum Thema „Parität in den Parlamenten“ finden Sie im Fachtext „Repräsentanz und Teilhabe von Frauen in der Politik“ von Sheyda Weinrich.