Feministische Führungs­kultur

Zurück zur Bundesstiftung Gleichstellung

Gleichstellungs-Check: Neue Kurzstudie analysiert Gesetzentwürfe

Mit einer gleichstellungsorientierten Gesetzesfolgenabschätzung werden Gesetzentwürfe systematisch auf mögliche Gleichstellungswirkungen überprüft. Ein solcher Gleichstellungs-Check ist in der Gemeinsamen Geschäftsordnung der Bundesministerien verbindlich geregelt. Eine Auswertung der bisherigen Anwendungspraxis fehlte jedoch bislang. Hier setzt die aktuelle Untersuchung an: Analysiert wurden alle Gesetzentwürfe, die im Jahr 2025 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wurden – insgesamt waren es 96.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Potenziale der gleichstellungsorientierten Gesetzesfolgenabschätzung noch nicht ausgeschöpft werden. Gesetze werden besser, wenn sie die Wirkung auf die Gleichstellung der Geschlechter von vornherein berücksichtigen. Zielgruppengerechte Gesetze sind wirkungsgenauer und tragen somit zum Bürokratie-Abbau bei. Die Auswertung zeigt hier einen Verbesserungsbedarf in der Anwendungspraxis. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass es künftig mehr Qualität und Verbindlichkeit in der Anwendung, mehr Fachwissen sowie mehr Transparenz braucht.

Die vollständige Studie mit detaillierten Auswertungen und konkreten Handlungsempfehlungen steht ab sofort online zur Verfügung.

Feministische Führungs­kultur

Zurück zur Bundesstiftung Gleichstellung

Neuer Beiratsvorsitz gewählt

Am 25. März 2026 ist der Stiftungsbeirat der Bundesstiftung Gleichstellung im Offenen Haus für Gleichstellung zu seiner konstituierenden Sitzung in der aktuellen Legislaturperiode zusammengekommen.

Im Mittelpunkt stand die Wahl der neuen Vorsitzenden sowie der Stellvertretung: Die Beiratsmitglieder wählten Dr. Beate von Miquel zur Vorsitzenden und Prof. Dr. Carsten Wippermann zum stellvertretenden Vorsitzenden des Stiftungsbeirats.

Ein wichtiger Programmpunkt der Sitzung war zudem das Gespräch mit Katharina Jestaedt, Abteilungsleiterin Frauen und Gleichstellung im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Darüber hinaus wurde die Sitzung für einen inhaltlichen Austausch zu bevorstehenden Veranstaltungen – etwa dem 3. Gleichstellungstag – sowie zu aktuellen Forschungsprojekten genutzt.

Der Stiftungsbeirat vereint unterschiedliche Hintergründe und Perspektiven und berät das Direktorium sowie den Stiftungsrat insbesondere bei der inhaltlichen Arbeitsplanung und der Qualitätssicherung der Stiftungsarbeit.

Weitere Informationen zum Stiftungsbeirat finden Sie hier.

Feministische Führungs­kultur

Zurück zur Bundesstiftung Gleichstellung

Die neue EU-Gleichstellungsstrategie 2026–2030: Wichtige Impulse für Deutschland

Die Gleichstellungsstrategie 2026–2030 der Europäischen Kommission wurde im März 2026 veröffentlicht und setzt den strategischen Rahmen für die Gleichstellungspolitik der Europäischen Union (EU) in den kommenden Jahren. Sie knüpft an die vorherige Strategie (2020–2025) an und setzt den Einsatz für mehr Geschlechtergerechtigkeit als grundlegenden Wert innerhalb der EU fort. Zugleich reagiert die Strategie auf aktuelle Herausforderungen: Trotz der bisherigen Fortschritte bestehen weiterhin strukturelle Ungleichheiten. In einigen Bereichen ist zudem ein zunehmender gesellschaftlicher Backlash gegen die Gleichstellung von Frauen und Männern zu beobachten.

Jede dritte Frau erlebt im Laufe ihres Lebens geschlechtsspezifische Gewalt.

Frauen in der EU verdienen pro Stunde noch immer 12 Prozent weniger als Männer.

Die geschlechtsspezifische Rentenlücke liegt weiterhin bei 25 Prozent.

Die Beschäftigungsquote von Frauen liegt weiterhin 10 Prozentpunkte unter der von Männern. Dies allein bedeutet einen Verlust von 390 Milliarden Euro für die Europäische Wirtschaft.

Eine Verbesserung der Geschlechtergleichstellung in der EU könnte zu einem Anstieg des BIP pro Kopf um 9,6 Prozent und zu 10,5 Millionen zusätzlichen Arbeitsplätzen bis 2050 führen.

Laut dem Europäischen Institut für Gleichstellungsfragen (EIGE) wird es beim derzeitigen Fortschrittstempo noch mehr als 50 Jahre dauern, bis die vollständige Gleichstellung der Geschlechter erreicht ist.

Inhaltlich orientiert sich die Strategie an der Roadmap für Frauenrechte, die von der Kommission im März 2025 vorgestellt wurde, und bearbeitet acht zentrale Handlungsfelder. Dazu zählen insbesondere der Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt, analog, wie im digitalen Raum, und die Förderung von Gesundheit und wirtschaftlicher Eigenständigkeit von Frauen. Weitere Schwerpunkte sind die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, faire Arbeitsbedingungen und gleiche Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Darüber hinaus setzt die Strategie auf Bildung und den Abbau von Geschlechterstereotypen, die Stärkung der gleichberechtigten politischen und gesellschaftlichen Teilhabe sowie auf institutionelle Instrumente wie Gender Mainstreaming, um Gleichstellung systematisch in politische Entscheidungen einzubeziehen.

Für die nationale Gleichstellungspolitik in Deutschland ist die EU-Strategie von großer Bedeutung. Sie setzt politische Leitlinien, unterstützt bei der Umsetzung europäischer Richtlinien und fördert den Austausch von „Good Practices“ zwischen den Mitgliedstaaten. Damit stärkt sie die Weiterentwicklung gleichstellungspolitischer Instrumente und die europäische Zusammenarbeit. Gleichzeitig trägt sie dazu bei, internationalen Verpflichtungen – etwa im Rahmen der UN-Nachhaltigkeitsziele, der Aktionsplattform von Peking und aus dem Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (Cedaw) – nachzukommen.

Die neue EU-Gleichstellungsstrategie ist eingebettet in das Zusammenspiel mit anderen Strategien und Initiativen. Sie ist Teil der „Union of Equality“ und steht in engem Zusammenhang mit der LGBTIQ-Gleichstellungsstrategie der Europäischen Union, dem EU-Aktionsplan gegen Rassismus, der Strategie für die Rechte von Menschen mit Behinderungen und der Strategie zur Bekämpfung von Armut.

Mehr zur EU-Gleichstellungsstrategie in unserem Gleichstellungs-Lunch „Die neue EU-Gleichstellungsstrategie“.

Eine Übersicht über die Maßnahmen aus der EU-Gleichstellungsstrategie findet sich hier.

Feministische Führungs­kultur

Zurück zur Bundesstiftung Gleichstellung

Jetzt bewerben: Gestaltet mit uns den 3. Gleichstellungstag

„zusammen:weiter“ – macht mit uns das Motto des 3. Gleichstellungstags am 6. Oktober 2026 in Berlin zum Programm und bewerbt euch bis zum 15. März mit euren Formatideen.

Angesichts frauenfeindlicher und antidemokratischer Strömungen weltweit sowie tiefgreifender gesellschaftlicher Umbrüche hierzulande setzen wir beim Gleichstellungstag gemeinsam mit euch auf Zusammenhalt, Vernetzung und gemeinsames Weiterdenken. Denn wir sind überzeugt: Zukunft braucht Gleichstellung.

In diesem Jahr gibt es drei Beteiligungsmöglichkeiten:

  • Beteiligungsoption 1: Fachmesse, auf der Verbände und Institutionen sich und ihre Arbeit mit einem Informationsstand vorstellen können.

Außerdem sollen beim Fachkongress aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen aus gleichstellungspolitischer und -praktischer Perspektive beleuchtet werden. Hier gibt es weitere Beteiligungsmöglichkeiten:

  • Beteiligungsoption 2: Workshops, Diskussionspanel oder anderen Austauschformate (60 bis maximal 90 Minuten)
  • Beteiligungsoption 3: 20-minütige Bühnenformate auf einer unserer drei Bühnen „Junge Bühne – Zukunft braucht Gleichstellung“; „zusammen:weiter – Gleichstellung in Europa“ oder der „Blitztalk-Bühne“ mit Raum für kurze Impulse, Talks oder die Vorstellung von Studien und Projektergebnissen. Hier haben auch Unternehmen die Möglichkeit, ihre Gleichstellungsstrategie sichtbar zu machen und sich auf dem Gleichstellungstag einzubringen.

Alle weiteren Informationen zu den Beteiligungsformaten und zum Anmeldeprozess findet ihr auf www.gleichstellungstag.de.

Wir freuen uns auf eure vielfältigen Ideen und Einreichungen – damit wir zusammen bei der Gleichstellung weiterkommen!

Feministische Führungs­kultur

Zurück zur Bundesstiftung Gleichstellung

Wir laden ein zum 3. Gleichstellungstag!

Am 6. Oktober ist es soweit, der 3. Gleichstellungstag der Bundesstiftung Gleichstellung findet in Berlin und online statt. Die Teilnehmenden erwartet ein gewohnt vielfältiges Programm aus Information, Austausch, Diskussion und Vernetzung.

Beim diesjährigen Gleichstellungstag könnt ihr euch, wie schon beim letzten Mal, mit vielfältigen For-
matideen bewerben und somit das Programm aktiv mitgestalten.

Alle Informationen findet ihr ab sofort auf www.gleichstellungstag.de.

Feministische Führungs­kultur

Zurück zur Bundesstiftung Gleichstellung

#MehrAlsGuteVorsätze für Geschlechter­gerechtigkeit

Sich mehr bewegen, gesünder essen, weniger Zeit in den sozialen Medien verbringen – der Jahreswechsel ist für viele die Zeit der guten Vorsätze. Damit positive Veränderungen allerdings nachhaltig gelingen, braucht es #MehrAlsGuteVorsätze. Auch für gelebte Gleichstellung in Deutschland! Denn die Gleichberechtigung der Geschlechter ist in unserer Gesellschaft leider noch keine Wirklichkeit.

So ist zum Beispiel der Gender Pay Gap, der den Verdienstabstand zwischen Frauen und Männern beschreibt, in Deutschland im internationalen Vergleich hoch. Aktuell beträgt er 16 Prozent, d. h. im Jahr 2025 haben Frauen pro Stunde durchschnittlich 16 Prozent weniger verdient als Männer.

Der Gender Pay Gap hängt eng zusammen mit dem sogenannten Gender Care Gap, der die ungleiche Verteilung der unbezahlten Sorgearbeit darstellt. Frauen leisten hierzulande rund 43 Prozent mehr unbezahlte Arbeit im eigenen Haushalt und für Angehörige als Männer – im Schnitt fast 9 Stunden pro Woche (Quelle).

Als Sexismus wird die relativ weit verbreitete Diskriminierung bezeichnet, die von der Vorstellung ausgeht, dass ein Geschlecht dem anderen von Natur aus überlegen sei. Besonders relevant ist hierbei die historisch und kulturell tief verwurzelte Abwertung des weiblichen Geschlechts. 80 Prozent aller Frauen und 65 Prozent aller Männer fordern stärkere politische Maßnahmen, um Sexismus vorzubeugen (vgl. Pilotstudie „Sexismus im Alltag. Wahrnehmungen und Haltungen der deutschen Bevölkerung“).

Als Bundestiftung Gleichstellung tragen wir auf unterschiedliche Weise dazu bei, die Gleichberechtigung von Frauen und Männern effektiver durchzusetzen und bestehende Nachteile aus dem Weg zu räumen. Zum Beispiel mit einem Wissensangebot auf dieser Website und auf unseren Social-Media-Kanälen. Indem wir kommunale Gleichstellungsbeauftragte bei ihrer wichtigen Arbeit beraten. Oder dadurch, dass wir die Politik durch Handlungsempfehlungen unterstützen, die den Abbau struktureller Hindernisse und eine gerechte Teilhabe von Frauen und Männern zum Ziel haben – in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

Feministische Führungs­kultur

Zurück zur Bundesstiftung Gleichstellung

Geschlechtervielfalt anerkennen, Gleichstellung gestalten

Rechtliche Grundlagen und Handlungsräume für Geschlechtervielfalt in der Gleichstellungsarbeit

Wie können nicht-binäre Personen bei Stellenbesetzungen, in Gremien oder Quoten berücksichtigt werden? Welche rechtlichen Regelungen ermöglichen die Öffnung gleichstellungspolitischer Maßnahmen für Geschlechtervielfalt? Die Handreichung stellt Informationen, Praxisbeispiele und rechtliche Orientierung zu Geschlechtervielfalt in der Gleichstellungsarbeit bereit und richtet sich insbesondere an Gleichstellungsbeauftragte.

Feministische Führungs­kultur

Zurück zur Bundesstiftung Gleichstellung

Gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken – Wandel geschlechtergerecht gestalten!

Arbeitsprogramm der Bundesstiftung Gleichstellung 2026

Strukturwandel ist mehr als ein wirtschaftlicher Umbruch – er verändert Arbeitswelten, Lebensweisen, regionale Strukturen und das gesellschaftliche Zusammenleben. Mit unserem Jahresthema 2026 rücken wir die Chancen und Möglichkeiten eines gleichstellungsorientiert gestalteten Strukturwandels in den Mittelpunkt unserer Arbeit. Denn Strukturwandel hält neben allen Herausforderungen auch die Gelegenheit bereit, neue Visionen für ein geschlechtergerechtes Miteinander zu schaffen. Wie wir das Thema „Strukturwandel geschlechtergerecht gestalten!“ im kommenden Jahr in unserer Arbeit – unter anderem auf dem 3. Gleichstellungstag – umsetzen werden, lesen Sie im Arbeitsprogramm 2026.

Feministische Führungs­kultur

Zurück zur Bundesstiftung Gleichstellung

Jetzt neu: Kurzfassung des Vierten Gleichstellungsberichts der Bundesregierung

Klimawandel betrifft uns alle – aber nicht alle gleich

Der Vierte Gleichstellungsbericht der Bundesregierung befasst sich damit, wie die sozial-ökologische Transformation geschlechtergerecht gestaltet werden kann.

Die neue Kurzfassung des Vierten Gleichstellungsberichts gibt die wesentlichen Inhalte des Gutachtens der Sachverständigen in kompakter Form wieder. Sie führt in die Relevanz des Themas ein und gibt einen Einblick in gleichstellungsrelevante Aspekte der im Gutachten untersuchten Handlungsfelder und -empfehlungen.

Die Kurzfassung steht Ihnen zum Download auf der Webseite der Gleichstellungsberichte zur Verfügung. Außerdem finden Sie dort die Kontaktdaten, um eine gedruckte Version der Kurzfassung zu bestellen.

 

Feministische Führungs­kultur

Zurück zur Bundesstiftung Gleichstellung

Erfolgsfaktor Gleichstellung – Strukturwandel geschlechtergerecht gestalten

Bundesstiftung Gleichstellung veranstaltet Fachtag zu gleichstellungsorientiertem Strukturwandel

Der tiefgreifende Strukturwandel in zahlreichen Regionen Deutschlands betrifft weit mehr als nur die Wirtschaft. Er verändert Arbeitswelten, Lebensweisen, regionale Identitäten und das gesellschaftliche Miteinander grundlegend. Vor diesem Hintergrund stehen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft vor großen Herausforderungen. Fragen der Gleichstellung der Geschlechter geraten dabei häufig aus dem Blick. Wie sich ein geschlechtergerechter Strukturwandel gestalten lässt, diskutierten Vertreter*innen aus Wissenschaft, Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft beim Fachtag „In guter Gesellschaft?! Gleichstellungspolitische Chancen und Herausforderungen in Strukturwandelregionen“, den die Bundesstiftung Gleichstellung am 18. und 19. September 2025 in Berlin veranstaltet hat.

„Strukturwandel ist nicht nur eine Herausforderung. Strukturwandel ist gestaltbar. Und er ist eine Chance für mehr Gleichberechtigung“, so Kerstin Griese, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales. „Wenn wir den Strukturwandel gerecht gestalten wollen, dann müssen wir auch dafür sorgen, dass Männer mehr Sorgearbeit übernehmen und dass Frauen die gleichen Chancen auf Karriere und Qualifizierung haben – unabhängig vom Arbeitszeitmodell.“

Lisi Maier, Direktorin der Bundesstiftung Gleichstellung: „Eine geschlechterblinde Strukturpolitik, die beispielsweise nur auf die Schaffung neuer Industriearbeitsplätze schaut, wird nicht erfolgreich sein. Neben vielfältigen Herausforderungen bietet der Strukturwandel jetzt ein besonderes Möglichkeitsfenster, neue Visionen für das Leben der Menschen vor Ort zu entwickeln und den Strukturwandel gleichstellungsorientiert zu gestalten.“

Mehr zum Fachtag finden Sie in unserer Pressemitteilung vom 19. September 2025 und im ausführlichen Rückblick zur Veranstaltung. Dort können Sie sich auch eine Aufzeichnung der Begrüßung und Einführung sowie der Vorstellung der Expertise von Dr. Virginia Kimey Pflücke ansehen.