Feministische Führungs­kultur

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3. Gleichstellungstag am 6. Oktober in Berlin

Unter dem Motto „zusammen:weiter – Zukunft braucht Gleichstellung.“ kommen am 6. Oktober 2026 im bcc Berlin Congress Center Akteur*innen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Wirtschaft zusammen, um gemeinsam Perspektiven für eine geschlechtergerechte Zukunft zu entwickeln.

Auf dem Programm stehen inspirierende Impulse, fachlicher Austausch, Workshops, Diskussionsformate, eine Fachmesse und vielfältige Möglichkeiten zur Vernetzung.

Alle Informationen zum Programm sind hier zu finden: www.gleichstellungstag.de.

Das Programm der Hauptbühne kann ganztägig per Livestream verfolgt werden.

 

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#ParitätJetzt: Wie weiter auf dem Weg zu Parität in den Parlamenten?

Das Grundgesetz verpflichtet den Staat explizit zum Abbau existierender Benachteiligung von Frauen. Besonders eklatant aber klaffen Anspruch und Wirklichkeit mit Blick auf die Politik auseinander: Zwar ist die Hälfte der Bevölkerung weiblich, in Deutschlands Parlamenten sind Frauen jedoch deutlich in der Minderheit. De facto werden in Deutschland politische Entscheidungen von einer Überzahl an Männern getroffen – und das auf allen Ebenen der deutschen Politik.

Anlässlich des zweiten bundesweiten Aktionstages #ParitätJetzt laden der Verein Parité in den Parlamenten und die Bundesstiftung Gleichstellung am Mittwoch, 24. Juni 2026, zu einer Fachveranstaltung ein, die Wege zu einer geschlechtergerechten Repräsentation aufzeigen soll. Wir freuen uns auf einen interessanten Austausch mit Vertreter*innen aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.

Sie sind herzlich eingeladen, die Veranstaltung im Livestream zu verfolgen:

Zum Livestream

Mehr Informationen sowie das gesamte Programm finden Sie in unserem Kalender und auf paritaetjetzt.de.

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Gleichstellungs-Check: Neue Kurzstudie analysiert Gesetzentwürfe

Mit einer gleichstellungsorientierten Gesetzesfolgenabschätzung werden Gesetzentwürfe systematisch auf mögliche Gleichstellungswirkungen überprüft. Ein solcher Gleichstellungs-Check ist in der Gemeinsamen Geschäftsordnung der Bundesministerien verbindlich geregelt. Eine Auswertung der bisherigen Anwendungspraxis fehlte jedoch bislang. Hier setzt die aktuelle Untersuchung an: Analysiert wurden alle Gesetzentwürfe, die im Jahr 2025 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wurden – insgesamt waren es 96.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Potenziale der gleichstellungsorientierten Gesetzesfolgenabschätzung noch nicht ausgeschöpft werden. Gesetze werden besser, wenn sie die Wirkung auf die Gleichstellung der Geschlechter von vornherein berücksichtigen. Zielgruppengerechte Gesetze sind wirkungsgenauer und tragen somit zum Bürokratie-Abbau bei. Die Auswertung zeigt hier einen Verbesserungsbedarf in der Anwendungspraxis. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass es künftig mehr Qualität und Verbindlichkeit in der Anwendung, mehr Fachwissen sowie mehr Transparenz braucht.

Die vollständige Studie mit detaillierten Auswertungen und konkreten Handlungsempfehlungen steht ab sofort online zur Verfügung.

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Neuer Beiratsvorsitz gewählt

Am 25. März 2026 ist der Stiftungsbeirat der Bundesstiftung Gleichstellung im Offenen Haus für Gleichstellung zu seiner konstituierenden Sitzung in der aktuellen Legislaturperiode zusammengekommen.

Im Mittelpunkt stand die Wahl der neuen Vorsitzenden sowie der Stellvertretung: Die Beiratsmitglieder wählten Dr. Beate von Miquel zur Vorsitzenden und Prof. Dr. Carsten Wippermann zum stellvertretenden Vorsitzenden des Stiftungsbeirats.

Ein wichtiger Programmpunkt der Sitzung war zudem das Gespräch mit Katharina Jestaedt, Abteilungsleiterin Frauen und Gleichstellung im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Darüber hinaus wurde die Sitzung für einen inhaltlichen Austausch zu bevorstehenden Veranstaltungen – etwa dem 3. Gleichstellungstag – sowie zu aktuellen Forschungsprojekten genutzt.

Der Stiftungsbeirat vereint unterschiedliche Hintergründe und Perspektiven und berät das Direktorium sowie den Stiftungsrat insbesondere bei der inhaltlichen Arbeitsplanung und der Qualitätssicherung der Stiftungsarbeit.

Weitere Informationen zum Stiftungsbeirat finden Sie hier.

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Die neue EU-Gleichstellungsstrategie 2026–2030: Wichtige Impulse für Deutschland

Die Gleichstellungsstrategie 2026–2030 der Europäischen Kommission wurde im März 2026 veröffentlicht und setzt den strategischen Rahmen für die Gleichstellungspolitik der Europäischen Union (EU) in den kommenden Jahren. Sie knüpft an die vorherige Strategie (2020–2025) an und setzt den Einsatz für mehr Geschlechtergerechtigkeit als grundlegenden Wert innerhalb der EU fort. Zugleich reagiert die Strategie auf aktuelle Herausforderungen: Trotz der bisherigen Fortschritte bestehen weiterhin strukturelle Ungleichheiten. In einigen Bereichen ist zudem ein zunehmender gesellschaftlicher Backlash gegen die Gleichstellung von Frauen und Männern zu beobachten.

Jede dritte Frau erlebt im Laufe ihres Lebens geschlechtsspezifische Gewalt.

Frauen in der EU verdienen pro Stunde noch immer 12 Prozent weniger als Männer.

Die geschlechtsspezifische Rentenlücke liegt weiterhin bei 25 Prozent.

Die Beschäftigungsquote von Frauen liegt weiterhin 10 Prozentpunkte unter der von Männern. Dies allein bedeutet einen Verlust von 390 Milliarden Euro für die Europäische Wirtschaft.

Eine Verbesserung der Geschlechtergleichstellung in der EU könnte zu einem Anstieg des BIP pro Kopf um 9,6 Prozent und zu 10,5 Millionen zusätzlichen Arbeitsplätzen bis 2050 führen.

Laut dem Europäischen Institut für Gleichstellungsfragen (EIGE) wird es beim derzeitigen Fortschrittstempo noch mehr als 50 Jahre dauern, bis die vollständige Gleichstellung der Geschlechter erreicht ist.

Inhaltlich orientiert sich die Strategie an der Roadmap für Frauenrechte, die von der Kommission im März 2025 vorgestellt wurde, und bearbeitet acht zentrale Handlungsfelder. Dazu zählen insbesondere der Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt, analog, wie im digitalen Raum, und die Förderung von Gesundheit und wirtschaftlicher Eigenständigkeit von Frauen. Weitere Schwerpunkte sind die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, faire Arbeitsbedingungen und gleiche Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Darüber hinaus setzt die Strategie auf Bildung und den Abbau von Geschlechterstereotypen, die Stärkung der gleichberechtigten politischen und gesellschaftlichen Teilhabe sowie auf institutionelle Instrumente wie Gender Mainstreaming, um Gleichstellung systematisch in politische Entscheidungen einzubeziehen.

Für die nationale Gleichstellungspolitik in Deutschland ist die EU-Strategie von großer Bedeutung. Sie setzt politische Leitlinien, unterstützt bei der Umsetzung europäischer Richtlinien und fördert den Austausch von „Good Practices“ zwischen den Mitgliedstaaten. Damit stärkt sie die Weiterentwicklung gleichstellungspolitischer Instrumente und die europäische Zusammenarbeit. Gleichzeitig trägt sie dazu bei, internationalen Verpflichtungen – etwa im Rahmen der UN-Nachhaltigkeitsziele, der Aktionsplattform von Peking und aus dem Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (Cedaw) – nachzukommen.

Die neue EU-Gleichstellungsstrategie ist eingebettet in das Zusammenspiel mit anderen Strategien und Initiativen. Sie ist Teil der „Union of Equality“ und steht in engem Zusammenhang mit der LGBTIQ-Gleichstellungsstrategie der Europäischen Union, dem EU-Aktionsplan gegen Rassismus, der Strategie für die Rechte von Menschen mit Behinderungen und der Strategie zur Bekämpfung von Armut.

Mehr zur EU-Gleichstellungsstrategie in unserem Gleichstellungs-Lunch „Die neue EU-Gleichstellungsstrategie“.

Eine Übersicht über die Maßnahmen aus der EU-Gleichstellungsstrategie findet sich hier.

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Jetzt bewerben: Gestaltet mit uns den 3. Gleichstellungstag

„zusammen:weiter“ – macht mit uns das Motto des 3. Gleichstellungstags am 6. Oktober 2026 in Berlin zum Programm und bewerbt euch bis zum 15. März mit euren Formatideen.

Angesichts frauenfeindlicher und antidemokratischer Strömungen weltweit sowie tiefgreifender gesellschaftlicher Umbrüche hierzulande setzen wir beim Gleichstellungstag gemeinsam mit euch auf Zusammenhalt, Vernetzung und gemeinsames Weiterdenken. Denn wir sind überzeugt: Zukunft braucht Gleichstellung.

In diesem Jahr gibt es drei Beteiligungsmöglichkeiten:

  • Beteiligungsoption 1: Fachmesse, auf der Verbände und Institutionen sich und ihre Arbeit mit einem Informationsstand vorstellen können.

Außerdem sollen beim Fachkongress aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen aus gleichstellungspolitischer und -praktischer Perspektive beleuchtet werden. Hier gibt es weitere Beteiligungsmöglichkeiten:

  • Beteiligungsoption 2: Workshops, Diskussionspanel oder anderen Austauschformate (60 bis maximal 90 Minuten)
  • Beteiligungsoption 3: 20-minütige Bühnenformate auf einer unserer drei Bühnen „Junge Bühne – Zukunft braucht Gleichstellung“; „zusammen:weiter – Gleichstellung in Europa“ oder der „Blitztalk-Bühne“ mit Raum für kurze Impulse, Talks oder die Vorstellung von Studien und Projektergebnissen. Hier haben auch Unternehmen die Möglichkeit, ihre Gleichstellungsstrategie sichtbar zu machen und sich auf dem Gleichstellungstag einzubringen.

Alle weiteren Informationen zu den Beteiligungsformaten und zum Anmeldeprozess findet ihr auf www.gleichstellungstag.de.

Wir freuen uns auf eure vielfältigen Ideen und Einreichungen – damit wir zusammen bei der Gleichstellung weiterkommen!

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Wir laden ein zum 3. Gleichstellungstag!

Am 6. Oktober ist es soweit, der 3. Gleichstellungstag der Bundesstiftung Gleichstellung findet in Berlin und online statt. Die Teilnehmenden erwartet ein gewohnt vielfältiges Programm aus Information, Austausch, Diskussion und Vernetzung.

Beim diesjährigen Gleichstellungstag könnt ihr euch, wie schon beim letzten Mal, mit vielfältigen For-
matideen bewerben und somit das Programm aktiv mitgestalten.

Alle Informationen findet ihr ab sofort auf www.gleichstellungstag.de.

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#MehrAlsGuteVorsätze für Geschlechter­gerechtigkeit

Sich mehr bewegen, gesünder essen, weniger Zeit in den sozialen Medien verbringen – der Jahreswechsel ist für viele die Zeit der guten Vorsätze. Damit positive Veränderungen allerdings nachhaltig gelingen, braucht es #MehrAlsGuteVorsätze. Auch für gelebte Gleichstellung in Deutschland! Denn die Gleichberechtigung der Geschlechter ist in unserer Gesellschaft leider noch keine Wirklichkeit.

So ist zum Beispiel der Gender Pay Gap, der den Verdienstabstand zwischen Frauen und Männern beschreibt, in Deutschland im internationalen Vergleich hoch. Aktuell beträgt er 16 Prozent, d. h. im Jahr 2025 haben Frauen pro Stunde durchschnittlich 16 Prozent weniger verdient als Männer.

Der Gender Pay Gap hängt eng zusammen mit dem sogenannten Gender Care Gap, der die ungleiche Verteilung der unbezahlten Sorgearbeit darstellt. Frauen leisten hierzulande rund 43 Prozent mehr unbezahlte Arbeit im eigenen Haushalt und für Angehörige als Männer – im Schnitt fast 9 Stunden pro Woche (Quelle).

Als Sexismus wird die relativ weit verbreitete Diskriminierung bezeichnet, die von der Vorstellung ausgeht, dass ein Geschlecht dem anderen von Natur aus überlegen sei. Besonders relevant ist hierbei die historisch und kulturell tief verwurzelte Abwertung des weiblichen Geschlechts. 80 Prozent aller Frauen und 65 Prozent aller Männer fordern stärkere politische Maßnahmen, um Sexismus vorzubeugen (vgl. Pilotstudie „Sexismus im Alltag. Wahrnehmungen und Haltungen der deutschen Bevölkerung“).

Als Bundestiftung Gleichstellung tragen wir auf unterschiedliche Weise dazu bei, die Gleichberechtigung von Frauen und Männern effektiver durchzusetzen und bestehende Nachteile aus dem Weg zu räumen. Zum Beispiel mit einem Wissensangebot auf dieser Website und auf unseren Social-Media-Kanälen. Indem wir kommunale Gleichstellungsbeauftragte bei ihrer wichtigen Arbeit beraten. Oder dadurch, dass wir die Politik durch Handlungsempfehlungen unterstützen, die den Abbau struktureller Hindernisse und eine gerechte Teilhabe von Frauen und Männern zum Ziel haben – in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

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Geschlechtervielfalt anerkennen, Gleichstellung gestalten

Rechtliche Grundlagen und Handlungsräume für Geschlechtervielfalt in der Gleichstellungsarbeit

Wie können nicht-binäre Personen bei Stellenbesetzungen, in Gremien oder Quoten berücksichtigt werden? Welche rechtlichen Regelungen ermöglichen die Öffnung gleichstellungspolitischer Maßnahmen für Geschlechtervielfalt? Die Handreichung stellt Informationen, Praxisbeispiele und rechtliche Orientierung zu Geschlechtervielfalt in der Gleichstellungsarbeit bereit und richtet sich insbesondere an Gleichstellungsbeauftragte.

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Gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken – Wandel geschlechtergerecht gestalten!

Arbeitsprogramm der Bundesstiftung Gleichstellung 2026

Strukturwandel ist mehr als ein wirtschaftlicher Umbruch – er verändert Arbeitswelten, Lebensweisen, regionale Strukturen und das gesellschaftliche Zusammenleben. Mit unserem Jahresthema 2026 rücken wir die Chancen und Möglichkeiten eines gleichstellungsorientiert gestalteten Strukturwandels in den Mittelpunkt unserer Arbeit. Denn Strukturwandel hält neben allen Herausforderungen auch die Gelegenheit bereit, neue Visionen für ein geschlechtergerechtes Miteinander zu schaffen. Wie wir das Thema „Strukturwandel geschlechtergerecht gestalten!“ im kommenden Jahr in unserer Arbeit – unter anderem auf dem 3. Gleichstellungstag – umsetzen werden, lesen Sie im Arbeitsprogramm 2026.