Gleichstellungsberichte

Die Gleichstellungsberichte der Bundesregierung sind ein wichtiger Bestandteil der institutionellen Mechanismen zur Durchsetzung gleicher Verwirklichungschancen unabhängig vom Geschlecht.

Der Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD legte 2005 erstmals fest, dass in jeder Legislaturperiode ein „Bericht zur Gleichstellung von Frauen und Männern“ erstellt wird. Anlässlich der Ergebnisse des Ersten Gleichstellungsberichts aus dem Jahr 2011 („Neue Wege – Gleiche Chancen. Gleichstellung von Frauen und Männern im Lebensverlauf“) haben Bundestag und Bundesrat beschlossen, dass auch weiterhin einmal pro Legislatur ein Bericht zur Gleichstellung von Frauen und Männern vorgelegt wird. Daraufhin wurde 2017 der Zweite Gleichstellungsbericht „Erwerbs- und Sorgearbeit gemeinsam neu gestalten“ vorgelegt. Der Dritte Gleichstellungsbericht „Digitalisierung geschlechtergerecht gestalten“ aus dem Jahr 2021 nimmt geschlechtergerechte Verwirklichungschancen im Kontext der Digitalisierung in den Blick.

Die Gleichstellungsberichte der Bundesregierung bestehen aus drei Teilen: Erstens, dem Gutachten einer unabhängigen, vom BMFSFJ berufenen Sachverständigenkommission. Zweitens, einer Stellungnahme der Bundesregierung zu den im Gutachten formulierten Erkenntnissen und Handlungsempfehlungen. Drittens, einer Bilanzierung das vorangegangenen Gleichstellungsberichts. Die Berichte werden als Bundestagsdrucksache veröffentlicht und dem Bundestag zugeleitet.

Die Arbeit der Sachverständigenkommission und die Verbreitung der Ergebnisse wird durch eine Geschäftsstelle unterstützt. Diese wird für die kommenden Gleichstellungsberichte in der Bundesstiftung Gleichstellung angesiedelt sein.

Informationen zum Ersten, Zweiten und Dritten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung finden sie hier: Erster, Zweiter und Dritter Gleichstellungsbericht des Bundes