DStation 4 • Feministische Organisationskultur

Was beinhaltet feministisches betriebliches Gesundheits­management?

Frauengesundheit am Arbeitsplatz ist eher ein Nischenthema in der Arbeitsmedizin.

Grundsätzlich betrachtet Gender 
Medicine die Diagnose und Therapie von Erkrankungen aus einer geschlechtsspezifischen Perspektive. Erkrankungen wie Endometriose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie gesundheitliche Folgen der hormonellen Umstellung in den Wechseljahren werden erst langsam in die ärztliche Ausbildung und Praxis integriert und gesellschaftlich diskutiert. Daher ist auch das Wissen darüber auch in der Arbeitsmedizin wenig verbreitet.

Zusätzlich arbeiten Frauen häufiger in Teilzeit, was zu verdichtetem Arbeiten führen kann. Sie können von
 horizontaler und vertikaler Segregation, z. B. fehlender Anerkennung von berufsbedingten Mehrfachbelastungen etwa in der Altenpflege, sowie von Zeitmangel durch
 parallele Erwerbs-, Sorge- und Pflegearbeit betroffen sein. Gesundheitliche Auswirkung der berufsbedingten Belastungen können bspw. Muskel-Skelett- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Altenpfleger*innen sein, von denen der Großteil weiblich ist.

Gesundheitsfördernde Maßnahmen am Arbeitsplatz stellen daher eine wichtige Maßnahme auf dem Weg zu einem geschlechtergerechten Arbeiten dar.

Geschlechtergerechtes betriebliches Gesundheitsmanagement strebt an, spezifische Herausforderungen und Belastungen für Frauen in verschiedenen Berufen zu berücksichtigen.

Ein geschlechtergerechtes betriebliches Gesundheitsmanagement kann dazu beitragen, Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass frauenspezifische Gesundheitsbedarfe berücksichtigt werden. Hierzu zählen z. B. die Themen Mutterschutz, Menopause und
 Menstruation am Arbeitsplatz.

Zyklusorientiertes Arbeiten

Zyklusorientiertes Arbeiten berücksichtigt die Bedürfnisse von menstruierenden Frauen / Personen und setzt sich dafür ein, dass Arbeitsbedingungen entsprechend angepasst werden.

Eine menstruationsfreundliche Organisationskultur nimmt die Bedürfnisse von Mitarbeitenden ernst und fördert ein gesundes und unterstützendes Umfeld. Maßnahmen wie flexible Arbeitszeiten, Rückzugsräume oder offene Kommunikation tragen dazu bei, Belastungen zu reduzieren und das Wohlbefinden zu steigern.

Die Auseinandersetzung mit diesem Thema kann dazu beitragen, Barrieren abzubauen und eine integrativere Organisationskultur zu schaffen.

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Quellen

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DStation 4 • Feministische Organisationskultur
Multiple-Choice-FrageWelche gesundheitlichen Folgen sind besonders häufig bei Frauen am Arbeitsplatz zu beobachten?
  • Infektionskrankheiten
  • Muskel-Skelett- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Augenkrankheiten
WissensfrageWie können Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements gezielt feministisch ausgerichtet werden?
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