Themenfeld Gewalt
Gewalt ist mehr als ein körperlicher Angriff: Warum wir über Machtstrukturen sprechen müssen
Wenn wir über Gewalt sprechen, denken viele zunächst an sichtbare körperliche Verletzungen. Doch ein gleichstellungspolitischer Blick erfordert einen weiten Gewaltbegriff. Gewalt trifft überproportional häufig Frauen sowie trans* und inter* Personen und trägt zur Aufrechterhaltung patriarchaler Machtverhältnisse bei. Der Schutz vor Gewalt ist daher eine zentrale Voraussetzung für wirksame Gleichstellungsarbeit.
Geschlechtsbezogene Gewalt
Geschlechtsbezogene Gewalt ist strukturell verankert. Sie reicht von Catcalling, psychischer Manipulation und wirtschaftlicher Kontrolle bis hin zu digitalem Hass und Femiziden. Besonders häufig sind Frauen und queere Personen betroffen. Doch auch Männer erfahren geschlechtsbezogene Gewalt– meist im öffentlichen Raum durch andere Männer und oft im Kontext toxischer Männlichkeitsnormen.
Gewaltschutz
Wirksamer Gewaltschutz, wie ihn die Istanbul-Konvention fordert, ist eine staatliche und gesamtgesellschaftliche Daueraufgabe. Er dient dem Schutz der Betroffenen, muss aber gleichzeitig die Wurzeln der Gewalt bekämpfen – etwa stereotype Rollenbilder, ökonomische Abhängigkeiten und patriarchale Strukturen.