Über Innovation
Gleichstellungspolitische Innovation ist mehr als technologischer Fortschritt. Sie fällt in das Segment der Sozialen Innovationen, welche in Zeiten von komplexen gesellschaftlichen Herausforderungen an Bedeutung gewinnen. Mit ihnen können Arbeits- und Lebensbedingungen verbessert, sozialer Frieden bewahrt und Gerechtigkeit erzielt werden. Wir verstehen unter gleichstellungspolitischer Innovation die Entwicklung, Erprobung und Ausweitung neuer sozialer Praktiken, Prozesse und Regulierungen, die strukturelle Ungleichheiten abbauen und zu einer geschlechtergerechteren Zukunft beitragen. Um die Gleichstellung der Geschlechter in Deutschland zu stärken, entwickelt und erprobt die Bundesstiftung Gleichstellung neue gleichstellungspolitische Maßnahmen in verschiedenen Politikfeldern. In dialogorientierten Formaten – wie unseren thematischen Laboren – bringen wir fundiertes Gleichstellungswissen mit der Praxisexpertise von Akteur*innen aus allen politischen Ebenen zusammen. Wissensbasiert und unter Einsatz partizipativer Methoden entwickeln wir hier praxisnahe Konzepte für drängende Zukunftsfragen. Während die Optionszeitenlabore sich mit einem innovativen zeitpolitischen Reformvorschlag – dem Optionszeitenmodell – beschäftigten, befassen wir uns im Strukturwandellabor ganz grundlegend mit Prozessen gesellschaftlicher Erneuerung, die in enger Wechselwirkung mit Geschlechterverhältnissen stehen und sektoren- und regionenübergreifend wirken.
Gleichstellungsorientierte Innovation braucht jedoch nicht nur neue Strukturen, sondern auch neue Formen des Denkens. Mit innovativen digitalen Wissenstools – wie unserer Online-Plattform und Selbstlernreise zur feministischen Führungskultur – bringen wir anwendungsorientiertes Wissen in die Praxis und befähigen Akteur*innen, den Wandel in ihren eigenen Organisationen aktiv zu gestalten.