Publikationen
Hier finden Sie die Publikationen der Bundesstiftung Gleichstellung, darunter die Studienreihe „Gleichstellungswissen“. Die Reihe nimmt relevante Forschungsfragen in den Blick und möchte Beiträge zu gleichstellungspolitischen Debatten liefern. Außerdem veröffentlichen wir Erkenntnisse oder Handlungsempfehlungen, beispielsweise für Politik und Verwaltung.
Studien
Kurzstudie zum Gleichstellungs-Check
Untersuchung der Gesetzentwürfe aller im Jahr 2025 veröffentlichten Gesetze zur Anwendung der gleichstellungsorientierten Gesetzesfolgenabschätzung
Die gleichstellungsorientierte Gesetzesfolgenabschätzung ist verbindlich geregelt, doch eine umfassende Analyse der konkreten Anwendung fehlte bislang. Die Kurzstudie bietet eine systematische Bestandsaufnahme auf Basis aller 2025 veröffentlichten Gesetze – insgesamt waren es 96. Die Auswertung zeigt einen Verbesserungsbedarf in der Anwendungspraxis und formuliert konkrete Vorschläge für mehr Qualität, Transparenz und Wirksamkeit.
Geschlechterverhältnisse in Strukturwandelregionen
Wechselwirkungen, Herausforderungen, gleichstellungspolitische Handlungsansätze
Der tiefgreifende Strukturwandel, der viele Regionen in der Bundesrepublik Deutschland prägt, stellt Politik, Wirtschaft und Gesellschaft vor große Herausforderungen. In der politischen Gestaltung des Strukturwandels beobachten wir jedoch, dass Geschlechterfragen an vielen Stellen übersehen werden – obwohl gleichstellungspolitische Akteur*innen in den Regionen seit Langem auf ihre Bedeutung hinweisen. Vor diesem Hintergrund ist die vorliegende Expertise entstanden.
Geschlechtergerechtigkeit im Aufenthaltsrecht?
Ein Gleichstellungs-Check des Aufenthaltsgesetzes
In der aktuellen Debatte über Migration und Integration geraten Frauen mit ihren spezifischen Bedarfen allzu leicht aus dem Blick. Auch ihre Potentiale im Kontext des Fachkräftemangels werden kaum diskutiert. Die Studie fragt deshalb, welche Rahmenbedingungen das Aufenthaltsrecht für Frauen schafft und wo sich darin ggf. Gleichstellungshindernisse verbergen.
Keine halben Sachen
Nicht-binäre Personen im Gleichstellungsrecht
Seit der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur sog. Dritten Option haben nicht-binäre Menschen ein Recht auf Anerkennung ihrer Geschlechtlichkeit sowie ein Recht, nicht wegen ihres Geschlechts benachteiligt zu werden. Wie kann den beiden Rechten im Bereich des Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsrechts Geltung verschafft werden?
Geschlechtervielfalt in der Gleichstellungspolitik
Begriffe, Instrumente, Daten
Die Studie setzt sich aus sozialwissenschaftlicher Perspektive mit den Fragen auseinander, welche Konzeptionen von Geschlecht sich aus den Fachdiskursen ergeben und welche Möglichkeiten und Grenzen für Gleichstellungspolitik bestehen, Geschlechtervielfalt zu berücksichtigen.
Überblick der Preise, Wettbewerbe und Auszeichnungen/Awards im Bereich Gleichstellung
Mapping-Studie
Die vorliegende Studie identifiziert und charakterisiert in einer Bestandsaufnahme Auszeichnungen, die in den letzten zehn Jahren im Bereich Gleichstellung vergeben wurden und werden. Insgesamt verzeichnet die Studie 280 Auszeichnungen mit sehr unterschiedlichen Auszeichnungsgegenständen und Themenfeldern.
Operationalisierbarkeit der Konzeption „Wege zur Diskriminierungsfreiheit von Unternehmen“ des djb für den Bereich Personalrekrutierung
Geschlechtergerechtigkeit und Diskriminierungsfreiheit sind hohe Güter, die auch in privatwirtschaftlich tätigen Unternehmen gewährleistet sein müssen. Die Kurzstudie untersucht auf theoretisch-konzeptioneller Ebene, inwieweit das Konzept des Deutschen Juristinnenbundes (djb) für ein neues Gleichstellungsgesetz für den Bereich Personalrekrutierung umsetzbar ist.
Factsheets
Gender Migration Gaps
Eine intersektionale Perspektive auf den deutschen Arbeitsmarkt
Das Factsheet bietet einen kurzen Überblick über Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt entlang der Machtachsen „Geschlecht“ und „Migration“. Die zusammengefassten Statistiken und Forschungsergebnisse zeigen, dass sowohl Frauen als auch Menschen mit Migrationserfahrung Benachteiligungen erfahren, die sich im Zusammenwirken verstärken können. Dies zeigt sich sowohl in der Erwerbsbeteiligung als auch im Einkommen. Die Ergebnisse des Factsheets verdeutlichen, dass eine intersektionale Perspektive unerlässlich ist, um wirksame Gleichstellungsmaßnahmen zu entwickeln.
Geschlechterverhältnisse in Strukturwandelregionen
Wechselwirkungen, Herausforderungen, gleichstellungspolitische Handlungsansätze
Das Factsheet wirft ein Schlaglicht auf geschlechtsbezogene Ungleichheiten in drei (ehemaligen) Braunkohlerevieren in der Bundesrepublik Deutschland. Darauf aufbauend werden vier konkrete Empfehlungen für eine geschlechtergerechte Gestaltung von Strukturpolitik formuliert. Das Factsheet fasst die Ergebnisse der Expertise ‚Geschlechterverhältnisse in Strukturwandelregionen. Wechselwirkungen, Herausforderungen, gleichstellungspolitische Handlungsansätze‘ von Dr. Virginia Kimey Pflücke kompakt zusammen.
Ein Überblick über Gleichstellungsakteur*innen in Deutschland und deren Themen
Mapping-Studie
2022 hat die Bundesstiftung Gleichstellung drei Mapping-Studien beauftragt, die einer Bestandsaufnahme der Gleichstellungslandschaft in der Bundesrepublik Deutschland dienen. Dieses Mapping bietet einen Überblick über gleichstellungspolitische Akteur*innen und ihre Themen. Es widmet sich u. a. der Frage: Welche Organisationen arbeiten hauptsächlich zu Gleichstellungsthemen und was sind ihre gleichstellungspolitischen Kernthemen?
Ein Überblick über die Gleichstellungsforschung und ihre Förderung
Mapping-Studie
Im Rahmen dieses Mappings wurde mithilfe quantitativer Forschungsmethoden ein Überblick über die deutsche Gleichstellungsforschungslandschaft und ihre Themen erarbeitet. Ergänzt wurde die Erhebung durch Interviews mit Expert*innen. Sie ordneten die Ergebnisse ein und formulierten anwendungsbezogene Schlussfolgerungen für die Stiftungsarbeit.
Praxismaterialien
Transfer-Poster zu den Optionszeitenlaboren
2023 bis 2025
Die Poster sollen dabei helfen, die Erkenntnisse aus den Laboren greifbar zu machen und als konkrete Übersetzungshilfe für Ihre Praxis vor Ort dienen. Sie wurden gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Zeitpolitik (DGfZP) e.V. entwickelt. Die beiden Poster fassen unsere zentralen Befunde zu den Schwerpunkten „Zeit im Betrieb – Gleichstellung gestalten“ und „Zeit für Engagement – Gleichstellung gestalten“ übersichtlich zusammen. Als verbindendes Element finden Sie auf den Rückseiten jeweils eine anschauliche Grafik des zugrundeliegenden Optionszeitenmodells.
Fahrplan zur Umsetzung der Europäischen Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene
für kommunale Gleichstellungsbeauftragte
Der Fahrplan leitet kommunale Gleichstellungsbeauftragte anhand von neun Stationen durch den Umsetzungsprozess der Charta in ihrer Kommune. Die Webversion des Fahrplans kann direkt ausgefüllt werden, einzelne Printexemplare werden auf Anfrage verschickt. Der Fahrplan ist in Zusammenarbeit von der Bundesstiftung Gleichstellung und der Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen (BAG) entstanden.
Geschlechtervielfalt anerkennen, Gleichstellung gestalten
Rechtliche Grundlagen und Handlungsräume für Geschlechtervielfalt in der Gleichstellungsarbeit
Wie können nicht-binäre Personen bei Stellenbesetzungen, in Gremien oder Quoten berücksichtigt werden? Welche rechtlichen Regelungen ermöglichen die Öffnung gleichstellungspolitischer Maßnahmen für Geschlechtervielfalt? Die Handreichung stellt Informationen, Praxisbeispiele und rechtliche Orientierung zu Geschlechtervielfalt in der Gleichstellungsarbeit bereit und richtet sich insbesondere an Gleichstellungsbeauftragte.
Feministische Führungskultur
Wissensfragen
Feministische Führungskultur ist ein Ansatz, der die Prinzipien der Geschlechtergerechtigkeit, Inklusion und sozialen Verantwortung in den Mittelpunkt von Führungsstrukturen und -praktiken stellt. Im Rahmen dieses Workbooks werden zentrale, bei unserer Lernreise zur Feministischen Führungskultur gestellte Fragen gebündelt. Sie sollen dazu anregen, sich das Gelernte in Erinnerung zu rufen und weiterzudenken.
Fachtexte
Geschlecht, Migration und Zugangshürden
Themenfeld Macht
Für Frauen mit Migrationsgeschichte bestehen strukturelle Barrieren, die sowohl geschlechts- als auch migrationsbezogen wirken können. Das hat unter anderem Auswirkungen auf das Armutsrisiko sowie den Zugang zu Bildung, Arbeit, Wohnraum, Gesundheitsdiensten und politischer Teilhabe. Daher ist eine intersektionale Perspektive unabdingbar, um die Gleichstellung der Geschlechter wirksam zu fördern.
Geschlechtervielfalt in der Gleichstellung
Themenfeld Macht
Geschlechtervielfalt wird in der Gleichstellungspolitik und -praxis nicht immer mitgedacht. Angesichts rechtlicher Maßgaben und der besonderen Vulnerabilität von trans*, inter* und nicht-binären Personen, die anhaltend Diskriminierungen ausgesetzt sind, sollte Gleichstellungspolitik Geschlechtervielfalt aktiv miteinbeziehen.
Armut – eine Frage des Geschlechts?
Themenfeld Geld
Armut ist keine Randerscheinung, sondern betrifft viele Menschen in Deutschland. Frauen sind dabei häufiger betroffen als Männer. Der hier eingenommene Blick aus einer intersektionalen Geschlechterperspektive zeigt darüber hinaus, dass sich hinter dieser allgemeinen Geschlechterungleichheit besonders vulnerable Gruppen verbergen, etwa Alleinerziehende (meist Frauen), ältere Frauen oder Menschen (meist Männer) ohne Schulabschluss.
Geschlechtersegregation am Arbeitsmarkt
Themenfeld Arbeit
Frauen und Männer arbeiten häufig in unterschiedlichen Berufen und Branchen des Arbeitsmarkts. Außerdem sinkt der Frauenanteil mit steigender Hierarchieebene. Daher spricht man von der Geschlechtersegregation am Arbeitsmarkt, die maßgeblich zur Erklärung des Gender-Pay-Gaps beiträgt. Diese Segregation am Arbeitsmarkt ist sehr stabil. Die Maßnahmen zu ihrer Überwindung müssen also an unterschiedlichen Stellschrauben ansetzen.
Geschlechtersensible Medizin
Themenfeld Gesundheit
Geschlechtsbezogene Diskriminierung gibt es auch im Gesundheitssystem, da die medizinische Forschung lange Zeit vor allem auf männliche Körper ausgerichtet war. Der Fachtext zu Gendermedizin erläutert den Einfluss von Geschlecht auf Gesundheit und Krankheit und legt dar, wie eine auf alle Patient*innen zentrierte medizinische Forschung und Behandlung aussehen kann.
Existenzsichernde Beschäftigung
Themenfeld Arbeit
Bis heute ist das deutsche Sozial- und Beschäftigungssystem vom sogenannten „Ernährermodell“ geprägt. Dies führt – neben einem hohen Niedriglohnanteil – dazu, dass Frauen in Deutschland selten eine eigenständige Existenzsicherung über den Lebensverlauf gelingt. Der Fachtext legt u. a. dar, warum das Ziel „wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen und Männern“ einen Umbruch in der Beschäftigungs- und Sozialpolitik Deutschlands bedeutet.
Care-Arbeit, Gleichstellung und der Blick auf Männer
Themenfeld Arbeit
Arbeit, mit der Menschen für andere Menschen sorgen, wird als „Care-Arbeit“ bezeichnet. Den überwiegenden, oft unbezahlten Teil dieser Tätigkeiten leisten Frauen, während Männer deutlich mehr bezahlt arbeiten. Eine gerechtere Verteilung von Sorgearbeit und die Veränderung zugrunde liegender Stereotype sind daher wesentlich für Geschlechtergleichstellung.
Gewalt im Geschlechterverhältnis im engen sozialen Nahraum
Themenfeld Gewalt
Gewalt ist ein zentrales Thema für die Gleichstellung von Frauen und Männern, da die Freiheit von Gewalt eine Voraussetzung für tatsächliche Geschlechtergerechtigkeit ist. Dabei gibt es unterschiedlichste Formen und Schweregrade der geschlechtsbezogenen Gewalt. Ihre Folgen sind gravierend – sowohl für die Betroffenen als auch für die Gesellschaft.
Repräsentanz und Teilhabe von Frauen in der Politik
Themenfeld Macht
Seit über 100 Jahren dürfen Frauen wählen und gewählt werden. Obwohl sie in den letzten Dekaden in Politik und Gesellschaft deutlich sichtbarer geworden sind, ist der Blick in die deutschen Parlamente ernüchternd. Ob auf kommunaler Ebene, auf Landes- oder Bundesebene: In allen Parlamenten sind Frauen in der Minderheit. Weiterführende Informationen finden Sie in unserem 1. Gleichstellungs-Lunch.
Zeitpolitik
Themenfeld Zeit
Trotz steigendem Wohlstand leiden viele Menschen zunehmend unter Zeitarmut und Stress. Gerade für Sorgetätigkeiten fehlt die Zeit. Wir stellen die wichtigsten zeitpolitischen Ansätze vor und zeigen auf, warum das Thema für Gleichstellung wichtig ist.
Antifeminismus
Themenfeld Macht
Antifeminismus gibt es seit über 100 Jahren. Antifeminist*innen gehen von einer natürlichen Ungleichheit von Frauen und Männer aus, sie lehnen die tatsächliche Gleichstellung der Geschlechter ab. Studien zeigen, dass die Zustimmungswerte zu antifeministischen Aussagen hierzulande kontinuierlich ansteigen.